Hyperhidrose - Übermäßiges Schwitzen

Sicher, schonend und schmerzfrei!

Fraktioniertes Microneedling mit Radiofrequenz bei axillärer Hyperhidrose (Übermäßiges Schwitzen)

Inzwischen gibt es ein minimalinvasives, konservatives Verfahren, dessen thermisches Potenzial für eine dauerhafte Reduktion der Schweißdrüsen ausreicht: die Radiofrequenz Thermotherapie. Seit Frühjahr 2013 ist die RFTT am deutschen Markt technisch und medizinisch zugelassen. Sie eignet sich besonders zur Behandlung von Hyperhidrosis axillaris. Ziel der Behandlung ist die thermische Schädigung ekkriner Schweißdrüsen zur dauerhaften Reduktion axillärer Schweißproduktion. Das Verfahren kommt ohne Schnitte aus und ist auch schmerzfrei. Es füllt damit die bestehende Lücke zwischen konservativer Behandlung und Operation.

Hyperhidrose – Übermäßiges Schwitzen

Während der Behandlung wird das Handstück, bestehend aus 25 vergoldeten Mikronadeln auf einer Fläche von einem Quadratzentimeter, abschnittweise über das Hautareal geführt.

Dabei werden die Nadeln gleich einem Stempelverfahren in die Haut eingeführt und wieder zurückgezogen. Wenn die Nadeln in die obere subkutane Hautschicht eingedrungen sind, wird ein ultrakurzer Radiofrequenzimpuls ausgelöst.

Die entstehenden Temperaturen können offen- bar so lange aufrechterhalten werden, dass die Schweißdrüsen und ihre Versorgungsnerven zerstört und die Hyperhidrose deutlich reduziert wer- den kann. Während des Eindringens in die Haut bleiben die Nadeln kalt. So entstehen an der Hautoberfläche keine Verletzungen.

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Wirkungsmechanismus

Die Funktionsweise der Radiofrequenz Thermotherapie beruht auf der Zufuhr von bipolarer Radiofrequenz-Energie mithilfe der eingeführten Nadeln, genau dort, wo sich die Schweißdrüsen befinden. Der Energieimpuls wird erst abgegeben, wenn die Nadeln in die gewünschte Hauttiefe eingedrungen sind. Die entstehende Hitze soll die Schweißdrüsen und die innervierenden postsynaptischen Fasern des Sympathikus-Nervs irreversibel zerstören.

Positiver Nebeneffekt

Bei mehr als 30 Prozent der Patienten tritt nach der Behandlung eine Haarwuchsreduktion im Achselbereich auf. Alle Patienten fühlen sich erleichtert durch das Verschwinden des unangenehmen Geruchs (Osmidrosis), da die apokrinen Schweißdrüsen ebenfalls zerstört werden. Mögliche Nebenwirkungen wie vorübergehende Rötungen, Druckempfindlichkeit, Schwellungen und punktförmige Krustenbildung klingen nach kurzer Zeit ab. Für gewöhnlich treten keine Hämatome auf und die Bewegungsfreiheit wird nicht beeinträchtigt.

Ergebnisse

Bereits nach einer Sitzung reduziert sich das Schwitzen um ca. 50 Prozent. Je nach Schweregrad der Hyperhidrose benötigt man zwei bis drei Sitzungen im Abstand von vier Wochen. Insgesamt zeichnet sich nach Studienlage in den Ergebnissen eine erfreulich hohe Zufriedenheit der Patienten ab.

Hyperhidrose Fazit

Die Radiofrequenz Thermotherapie (RFTT) kann die axilläre Schweißproduktion dauerhaft reduzieren. Die RFTT dürfte deshalb zukünftig die Notwendigkeit operativer Methoden zumindest infrage stellen. Viele der Hyperhidrose-Patienten wünschen sich eine schmerzarme, wenig invasive Behandlung mit an- haltendem Erfolg. Das RFTT-Verfahren scheint eine gute Lösung für diese Anforderungen zu sein und stellt deshalb eine wertvolle Ergänzung im Behandlungsspektrum der axillären Hyperhidrose dar.